Jahrmillionen Erdgeschichte als Basis für spannende Weine

Das Überetsch, in dem sich Kaltern und ein Großteil unserer Weinberge befinden, verläuft parallel zum Mendelkamm in Nord-Süd Richtung. Eine natürliche Abgrenzung des Gebietes erfolgt im Westen durch eine Porphyr-Terrasse sowie die Dolomitwände des Mendelgebirges, während es im Osten der aus Quarzporphyr bestehende Mitterberg vom Etschtal trennt.

Quarzporphyr, ein Gestein eruptiven magmatischen Ursprungs, ist die älteste Formation und Basis der Unterböden im Überetsch. Überlagert wurde dieser in den letzten Jahrtausenden von fluviatilem Schotter der Etsch, Moränenmaterial, spätglazialen Seenablagerungen sowie postglazialen Formationen.

Die Vielfalt der Mikroklimata und Bodenprofile ermöglicht es, jeweils die beste Kombination für die einzelnen  Rebsorten auszuwählen, so dass Weißburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer und Vernatsch (Kalterersee) vor allem auf Kalkschotter und Murgestein vom Mendelgebirge stehen, während Sauvignon auf Quarzporphyr angepflanzt wird, der den Weinen eine mineralische - fast salzige - Komponente verleiht. Am nach Süden geneigten Moränenhügel Mezzan wird der Großteil des Blauburgunders kultiviert, die Sedimentböden der Würmeiszeit (sogenannte Kampferde) in unmittelbarer Seenähe eignen sich hingegen ausgezeichnet für schwere Rotweinsorten wie Lagrein.